Leyla und Meryem bleiben!

Mitten in der Corona-Pandemie sollen die Pflegerin Leyla Lacin und ihre schwerkranke Mutter nicht mehr arbeiten dürfen bzw ausgewiesen werden, weil die Papiere fehlen. Kollegen und Kolleginnen vom fab e.V. Kassel rufen zu Solidarität auf. (Foto: anfdeutsch.com)

Bereits 1988 sind Leyla und Meryem Lacin aus der Türkei vertrieben worden und flüchteten nach Deutschland. Sie lebten erst in Bayreuth und seit 10 Jahren hier in Kassel und sind tief verbunden mit unserer Stadt. Trotzdem bleibt eine Erlaubnis für Arbeit und Aufenthalt aus. Leyla arbeitet in einer Kasseler Pflegeeinrichtung. Sie und Andere sollen jetzt über ein neues Gesetz nicht mehr in der Lage sein, ohne Überwindung dieser bürokratischen Hürde ihre Arbeit auszuüben.

Ein dringlicher Appell

Die Situation ist angesichts von Leylas Fluchtgeschichte dramatisch genug. Auch die Lage der Pflegedienste in der Coronakrise lässt soviel Bürokratie vorn und hinten nicht zu. Schlimmer noch ist, dass Leylas Mutter Meryem dringend pflegebedürftig ist und ohne eine Aufenthaltserlaubnis ausreisen muss. Kassel und Bayern schieben den bürokratischen Aufwand auf die jeweils anderen Behörden. Freunde, Kollegen und Organisationen wie die Seebrücke e. V. machen sich deswegen online in Petitionen stark. Auch eine Kundgebung ist für Montagnachmittag geplant.

Die Forderung lautet, dass Kassels Bürgermeisterin Ilona Friedrich die Verantwortung in die Hand nehmen möge und sich um die Papiere für beide Frauen sorgen soll, um den Aufenthalt sicherzustellen.

Die Petition könnt ihr hier unterstützen: https://www.openpetition.de/petition/online/leyla-wir-brauchen-dich-aufenthalts-und-arbeitserlaubnis-fuer-leyla-und-ihre-mutter-meryem-lacin

Zur Kundgebung am 1. März 2021 um 15:30 am Rathaus kommt ihr unter: https://www.facebook.com/events/754668298802551

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